Vergleich

Task2Play vs. Google Family Link

Stand: Juli 2026 · Funktionsumfang von Family Link zuletzt geprüft im Juli 2026

Kurz gesagt: Die beiden Apps lösen unterschiedliche Probleme. Family Link kontrolliert und limitiert das Gerät deines Kindes. Task2Play motiviert und belohnt, indem Kinder sich ihre Medienzeit durch Aufgaben verdienen. Deshalb ist die ehrliche Antwort auf „welche App ist besser?" oft: Sie ergänzen sich.

Was Google Family Link gut kann

Family Link ist Googles kostenlose Kinderschutz-App und bei technischer Kontrolle stark. Eltern können damit tägliche Bildschirmzeit-Limits pro Gerät und pro App festlegen, Auszeiten und seit 2025 auch Schulzeit-Modi planen, das Gerät aus der Ferne sperren, App-Downloads genehmigen oder blockieren, Inhaltsfilter für Play Store, Chrome, Google-Suche und YouTube setzen und den Standort des Kindergeräts einsehen. Aktivitätsberichte zeigen, welche Apps wie lange genutzt wurden.

Wichtig zu wissen: Die volle Geräteaufsicht funktioniert nur auf Android-Geräten und Chromebooks. Und die Inhaltsfilter greifen vor allem im Google-Ökosystem, also in Chrome, der Google-Suche und YouTube.

Was Family Link nicht kann: Aufgaben und Belohnungen

Family Link hat keine Aufgaben-, Haushalts- oder Belohnungsfunktion. Es gibt keinen Mechanismus, mit dem Kinder sich Bildschirmzeit durch Mithilfe im Haushalt verdienen können. Das Einzige in diese Richtung ist die „Bonuszeit": Eltern können manuell zusätzliche Minuten freigeben, in 5-Minuten-Schritten. Ob und wofür es diese Bonuszeit gibt, muss die Familie komplett selbst organisieren, etwa mit einem Zettel am Kühlschrank.

Genau an dieser Stelle setzt Task2Play an: Eltern legen Aufgaben mit einem festen Minutenwert an („Spülmaschine ausräumen = 15 Minuten"), Kinder haken sie ab, und die verdiente Zeit landet automatisch auf dem eigenen, für alle sichtbaren Zeitkonto. Statt Limits von oben gibt es ein System, bei dem das Kind selbst etwas bewirken kann. Wer zusätzlich Leitplanken möchte, setzt sie sanft: ein optionales Einlöse-Tageslimit pro Kind, eine ruhige Zeit am Abend und gemeinsam vereinbarte Familien-Medienregeln — alles ohne Gerätesperre, mit den altersgerechten Richtwerten von BZgA und DGKJ als Orientierung direkt in der App.

Der Feature-Vergleich

FunktionGoogle Family LinkTask2Play
Grundidee Kontrolle: Limits, Filter, Sperren Motivation: Aufgaben, Belohnung, Transparenz
Aufgaben mit Bildschirmzeit verknüpfen Nein (nur manuelle Bonuszeit in 5-Min-Schritten) Ja, Kernfunktion mit festen Minutenwerten
Zeitkonto pro Kind (verdient/verbraucht) Nein Ja
Gemeinsame Familien-Belohnung Nein Ja (Family Bonus, z. B. Pizzaabend am Wochenende)
Nicht-mediale Belohnungen (Belohnungskatalog) Nein Ja, verdiente Minuten z. B. gegen „länger aufbleiben" oder „Eis essen" tauschen
Gemeinsame Familien-Medienregeln Nein Ja, gemeinsam vereinbart und in der App für alle sichtbar
Altersgerechte Richtwerte (BZgA/DGKJ) Nein Ja, als Orientierung direkt in der App
Gerät technisch sperren / Tageslimit erzwingen Ja Nein, bewusst: Task2Play sperrt nichts — optional gibt es ein sanftes Einlöse-Tageslimit und eine ruhige Zeit am Abend, beides ohne Gerätesperre
App-Limits, App-Genehmigungen Ja Nein
Inhaltsfilter (Play Store, Chrome, Suche, YouTube) Ja, im Google-Ökosystem Nein
Standort des Kindes Ja Nein, erhebt keine Standortdaten
Statistiken & Historie App-Nutzungsberichte Erledigte Aufgaben, Kalender, Wochenrückblick
Kindermodus / geschützter Elternbereich Aufsicht über Google-Konto des Kindes Ja, PIN-geschützter Elternmodus
Offline nutzbar eingeschränkt (Änderungen brauchen Verbindung) Ja, offline-first mit automatischem Sync
Plattform Aufsicht: Android/Chromebook; Eltern-App auch iOS/Web Android (iOS in Planung)
Preis kostenlos Grundversion kostenlos, Pro-Abo für geteilte Haushalte

Angaben zu Family Link nach offiziellen Google-Hilfeseiten (families.google, support.google.com), Stand Juli 2026. Keine Gewähr, Funktionsumfang kann sich ändern.

Warum sich beide Apps gut ergänzen

Family Link beantwortet die Frage „wie lange darf das Gerät heute an sein?" und setzt die Grenze technisch durch. Task2Play beantwortet die Frage „wie wird Medienzeit bei uns fair verteilt und verdient?" und macht daraus ein motivierendes Familiensystem.

Eine Kombination, die in der Praxis gut funktioniert: Mit Family Link setzt du eine großzügige technische Obergrenze als Sicherheitsnetz (plus Inhaltsfilter und Schlafenszeit). Innerhalb dieses Rahmens regelt Task2Play, wie viel von dieser Zeit sich dein Kind verdient hat. Die Familie diskutiert dann nicht mehr über das Limit, sondern schaut gemeinsam aufs Konto. Wer mag, nutzt die Family-Link-Bonuszeit als technisches Ventil, wenn das Task2Play-Konto gut gefüllt ist.

Für wen ist was?

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Task2Play ist in 2 Minuten eingerichtet und in der Grundversion kostenlos. Family Link kannst du parallel weiternutzen.

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