Häufige Fragen zu Task2Play und Bildschirmzeit
Hier findest du Antworten auf die Fragen, die uns Eltern am häufigsten stellen. Deine Frage ist nicht dabei? Schreib uns, wir antworten schnell.
Wie viel Bildschirmzeit ist für Kinder ok?
Es gibt in Deutschland zwei gut belegte Orientierungen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, seit 2025 Teil des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit) empfiehlt, altersgestaffelt:
- 0 bis 3 Jahre: möglichst gar keine Bildschirmmedien
- 3 bis 5 Jahre: höchstens 30 Minuten am Tag
- 6 bis 10 Jahre: höchstens 45 bis 60 Minuten am Tag, am besten nicht täglich
Die Medienleitlinie der Kinder- und Jugendärzte (DGKJ, AWMF-Leitlinie 027-075) staffelt ähnlich und ergänzt für Ältere: 9 bis 12 Jahre höchstens 45 bis 60 Minuten am Tag, 12 bis 16 Jahre höchstens 1 bis 2 Stunden am Tag, spätestens bis 21 Uhr.
Wichtiger als die exakte Minutenzahl sind aus unserer Sicht klare, verlässliche Regeln, die das Kind versteht und mitträgt. Mehr Details und Quellen findest du in unserem Ratgeber Wie viel Bildschirmzeit ist für Kinder ok?
Bildschirmzeit als Belohnung: sinnvoll oder problematisch?
Ehrliche Antwort: Beides hat einen wahren Kern. Medienpädagogische Initiativen wie SCHAU HIN! warnen davor, Medien spontan als Belohnung oder Strafe einzusetzen. Der Grund: Wer Bildschirmzeit zum Druckmittel macht, wertet sie zusätzlich auf.
Auf der anderen Seite stammen Belohnungssysteme mit festen Regeln (sogenannte Token-Systeme) aus der Verhaltenstherapie und sind gut untersucht. Sie fördern Selbstständigkeit und das Verständnis, dass Beitrag und Ergebnis zusammenhängen.
Task2Play setzt deshalb nicht auf spontane Deals („wenn du jetzt lieb bist, darfst du noch zocken"), sondern auf ein transparentes System mit festen Werten, das für alle Kinder gleich gilt. Und Bildschirmzeit muss nicht die einzige Währung sein: Im Belohnungskatalog tauschen Kinder verdiente Minuten auch gegen nicht-mediale Belohnungen wie „länger aufbleiben" oder einen Brettspielabend, und der Family Bonus belohnt die ganze Familie bewusst mit gemeinsamer Zeit, etwa einem Pizzaabend, statt mit noch mehr Bildschirm. Die ausführliche Abwägung liest du im Artikel Taschengeld oder Medienzeit?
Kann ich auch andere Belohnungen als Bildschirmzeit vergeben?
Ja. Im Belohnungskatalog legt ihr eigene nicht-mediale Belohnungen mit festem Minuten-Preis an — zum Beispiel „30 Minuten länger aufbleiben", „Eis essen gehen" oder ein gemeinsames Brettspiel. Kinder entscheiden dann selbst, ob sie ihre verdienten Minuten für Bildschirmzeit oder für eine dieser Belohnungen einlösen.
Dazu kommen weitere pädagogische Leitplanken, alle bewusst ohne technische Sperren: gemeinsam vereinbarte Familien-Medienregeln, die in der App für alle sichtbar sind, ein optionales Einlöse-Tageslimit pro Kind und eine ruhige Zeit am Abend. Als Orientierung zeigt die App die altersgerechten Richtwerte von BZgA und DGKJ direkt an.
Funktioniert Task2Play offline?
Ja. Task2Play ist offline-first gebaut: Alle Aufgaben, Zeitkonten und Einträge werden lokal auf dem Gerät gespeichert. Sobald wieder Internet verfügbar ist, synchronisiert die App automatisch mit der Cloud. Du kannst also auch im Urlaub, im Zug oder im Funkloch ganz normal Aufgaben eintragen.
Was kostet Task2Play?
Die Grundversion ist kostenlos, inklusive Cloud-Sync und Backup. Das optionale Pro-Abo brauchst du nur, wenn du deinen Haushalt teilen willst, zum Beispiel mit dem zweiten Elternteil oder auf dem Gerät deines Kindes. Es gibt keine Werbung und keine versteckten Kosten.
Ist Task2Play DSGVO-konform?
Ja. Task2Play wird in Deutschland entwickelt, alle Daten liegen auf Servern in der EU. Es gibt keine Werbung, kein Tracking und keine Datenweitergabe an Dritte. Dein Konto und alle zugehörigen Daten kannst du jederzeit vollständig löschen. Details stehen in unserer Datenschutzerklärung.
Ab welchem Alter ist Task2Play sinnvoll?
Wir empfehlen Task2Play für Kinder von etwa 6 bis 14 Jahren. Jüngere Kinder profitieren vom visuellen Feedback und den Maskottchen, ältere lernen mit ihrem eigenen Zeitkonto Selbstverantwortung.
Was passiert, wenn ein Kind schummelt?
Standardmäßig bestätigen Eltern erledigte Aufgaben, bevor die Zeit gutgeschrieben wird. Bei jüngeren Kindern empfehlen wir das. Älteren Kindern kannst du mehr Vertrauen geben und sie Aufgaben selbst abhaken lassen.
Gibt es Task2Play für das iPhone?
Aktuell gibt es Task2Play nur für Android im Google Play Store. Eine iOS-Version ist in Planung. Wenn du informiert werden willst, schreib uns eine E-Mail für die Warteliste.
Zum Weiterlesen
- Wie viel Bildschirmzeit ist für Kinder ok? Die offiziellen Empfehlungen von BZgA und Kinderärzten, altersgestaffelt und mit Quellen.
- Taschengeld oder Medienzeit? Welches Belohnungssystem passt zu eurer Familie? Ein ehrlicher Vergleich.
- Task2Play vs. Google Family Link Kontrolle oder Motivation? Warum sich beide Apps gut ergänzen.
Probier Task2Play einfach aus
Kostenlos für Android. In 2 Minuten eingerichtet, Kinder verstehen es ab dem ersten Tag.
Jetzt im Google Play Store laden